Es fällt tatsächlich schwer, sich relevante internationale Vereinbarungen vorzustellen, die auf absehbare Zeit einen inhaltlichen Fortschritt der internationalen Kooperation bewirken könnten. Allianzen von „like-minded“ Staaten lassen sich bestimmt für einzelne Themen finden, müssten sich aber deutlich professionalisieren, um in den Nischen für funktionierende internationale Kooperation („pockets of effectiveness“) mehr Wirkung zu entfalten. Für Deutschland, Europa und andere Befürworter multilateraler Zusammenarbeit stellt sich daher die dringliche Frage, wie der inhaltliche Kern eines erneuerten Multilateralismus aussehen sollte. Der laufende UN80-Reformprozess fokussiert sich auf Effizienzsteigerungen und institutionelle Reformen. Diese sind zwar sicherlich notwendig, laufen ohne einen klaren normativen Kompass jedoch Gefahr, den politischen Gehalt internationaler Zusammenarbeit weiter zu schwächen.
Es fällt tatsächlich schwer, sich relevante internationale Vereinbarungen vorzustellen, die auf absehbare Zeit einen inhaltlichen Fortschritt der internationalen Kooperation bewirken könnten. Allianzen von „like-minded“ Staaten lassen sich bestimmt für einzelne Themen finden, müssten sich aber deutlich professionalisieren, um in den Nischen für funktionierende internationale Kooperation („pockets of effectiveness“) mehr Wirkung zu entfalten. Für Deutschland, Europa und andere Befürworter multilateraler Zusammenarbeit stellt sich daher die dringliche Frage, wie der inhaltliche Kern eines erneuerten Multilateralismus aussehen sollte. Der laufende UN80-Reformprozess fokussiert sich auf Effizienzsteigerungen und institutionelle Reformen. Diese sind zwar sicherlich notwendig, laufen ohne einen klaren normativen Kompass jedoch Gefahr, den politischen Gehalt internationaler Zusammenarbeit weiter zu schwächen.
Handlungsmacht hat sich verschoben – und mit ihr der Multilateralismus Ist der gegenwärtige Moment also Krise oder Chance für internationale Kooperation? Die Antwort lautet: beides. Für viele im Norden stehen etablierte Praktiken klar unter Druck, was ein allgegenwärtiges Krisengefühl erzeugt. Gleichzeitig sehen Akteure im Globalen Süden die Möglichkeit, ein inklusiveres und gerechteres multilaterales System zu gestalten – ein Ziel, das sie seit Langem verfolgen. Was aus nördlicher Perspektive wie ein Zusammenbruch wirkt, kann aus südlicher Sicht als notwendige Anpassung erscheinen. Handlungsmacht hat sich verschoben – ebenso wie die Orte, an denen Kooperation stattfindet. Die Zukunft globaler Kooperation wird weniger in universellen Deklarationen geschrieben werden – und stärker davon abhängen, wer Handlungsmacht ausübt.
Handlungsmacht hat sich verschoben – und mit ihr der Multilateralismus Ist der gegenwärtige Moment also Krise oder Chance für internationale Kooperation? Die Antwort lautet: beides. Für viele im Norden stehen etablierte Praktiken klar unter Druck, was ein allgegenwärtiges Krisengefühl erzeugt. Gleichzeitig sehen Akteure im Globalen Süden die Möglichkeit, ein inklusiveres und gerechteres multilaterales System zu gestalten – ein Ziel, das sie seit Langem verfolgen. Was aus nördlicher Perspektive wie ein Zusammenbruch wirkt, kann aus südlicher Sicht als notwendige Anpassung erscheinen. Handlungsmacht hat sich verschoben – ebenso wie die Orte, an denen Kooperation stattfindet. Die Zukunft globaler Kooperation wird weniger in universellen Deklarationen geschrieben werden – und stärker davon abhängen, wer Handlungsmacht ausübt.
Handlungsmacht hat sich verschoben – und mit ihr der Multilateralismus Ist der gegenwärtige Moment also Krise oder Chance für internationale Kooperation? Die Antwort lautet: beides. Für viele im Norden stehen etablierte Praktiken klar unter Druck, was ein allgegenwärtiges Krisengefühl erzeugt. Gleichzeitig sehen Akteure im Globalen Süden die Möglichkeit, ein inklusiveres und gerechteres multilaterales System zu gestalten – ein Ziel, das sie seit Langem verfolgen. Was aus nördlicher Perspektive wie ein Zusammenbruch wirkt, kann aus südlicher Sicht als notwendige Anpassung erscheinen. Handlungsmacht hat sich verschoben – ebenso wie die Orte, an denen Kooperation stattfindet. Die Zukunft globaler Kooperation wird weniger in universellen Deklarationen geschrieben werden – und stärker davon abhängen, wer Handlungsmacht ausübt.
Die Bundesregierung legt heute ihr Klimaschutzprogramm vor. Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt im DIW Berlin, kommentiert dieses wie folgt:
Das Klimaschutzprogramm setzt mit dem beschleunigten Ausbau der Windenergie einen wichtigen und wirksamen Impuls. Auch in der Industrie finden sich sinnvolle Ansätze, etwa durch Förderung von Elektrifizierung und klimafreundlichen Technologien. Insgesamt wirken die angekündigten Emissionseinsparungen jedoch zu optimistisch gerechnet und sind mit erheblichen Unsicherheiten behaftet, da sie stark auf Förderprogramme und freiwillige Effekte setzen. Besonders im Verkehrssektor bleibt das Programm hinter den Erfordernissen zurück: H ier fehlen einfache, sofort wirksame Maßnahmen wie ein Tempolimit oder ein attraktiveres Deutschlandticket. Auch im Gebäudebereich werden notwendige Standards nicht konsequent umgesetzt, sodass zentrale Einsparpotenziale ungenutzt bleiben. Damit entstehen erhebliche Zweifel, ob die Klimaziele für 2030 tatsächlich erreicht werden können. Es braucht jetzt ein deutliches Nachschärfen mit verbindlichen, kurzfristig wirksamen Maßnahmen.
Um in der aktuellen weltpolitischen Lage handlungsfähig zu bleiben, müssen Afrikas Volkswirtschaften geschlossen auftreten, meinen die Ökonomen Lukas Kornher und Frederik Stender vom German Institute of Development and Sustainability (IDOS). Eine Stärkung der afrikanischen Freihandelszone (AfCFTA) nach europäischem Vorbild könne dies ermöglichen, schreiben sie im Gastbeitrag.
Um in der aktuellen weltpolitischen Lage handlungsfähig zu bleiben, müssen Afrikas Volkswirtschaften geschlossen auftreten, meinen die Ökonomen Lukas Kornher und Frederik Stender vom German Institute of Development and Sustainability (IDOS). Eine Stärkung der afrikanischen Freihandelszone (AfCFTA) nach europäischem Vorbild könne dies ermöglichen, schreiben sie im Gastbeitrag.
Um in der aktuellen weltpolitischen Lage handlungsfähig zu bleiben, müssen Afrikas Volkswirtschaften geschlossen auftreten, meinen die Ökonomen Lukas Kornher und Frederik Stender vom German Institute of Development and Sustainability (IDOS). Eine Stärkung der afrikanischen Freihandelszone (AfCFTA) nach europäischem Vorbild könne dies ermöglichen, schreiben sie im Gastbeitrag.
The Baltic Sea and the North Sea face severe ecological challenges including historic pollution from wars, nutrient input as well as pressures from offshore energy, shipping, and fishing, leaving marine ecosystems highly degraded. Marine industrial expansion furthermore undermines conservation goals. Against this backdrop, more inclusive governance is increasingly gaining attention. Public and stakeholder participation, along with stronger science-policy interfaces, may offer innovative solutions, though outcomes vary widely across political, socio-economic and cultural contexts. This collection of seven empirical studies from various social science disciplines explores how participation, communication, and multi-level institutional frameworks shape existing marine governance towards the protection of marine biodiversity and sustainable ocean uses – and what are major challenges including the proliferation of intensified user conflicts.
The Baltic Sea and the North Sea face severe ecological challenges including historic pollution from wars, nutrient input as well as pressures from offshore energy, shipping, and fishing, leaving marine ecosystems highly degraded. Marine industrial expansion furthermore undermines conservation goals. Against this backdrop, more inclusive governance is increasingly gaining attention. Public and stakeholder participation, along with stronger science-policy interfaces, may offer innovative solutions, though outcomes vary widely across political, socio-economic and cultural contexts. This collection of seven empirical studies from various social science disciplines explores how participation, communication, and multi-level institutional frameworks shape existing marine governance towards the protection of marine biodiversity and sustainable ocean uses – and what are major challenges including the proliferation of intensified user conflicts.
The Baltic Sea and the North Sea face severe ecological challenges including historic pollution from wars, nutrient input as well as pressures from offshore energy, shipping, and fishing, leaving marine ecosystems highly degraded. Marine industrial expansion furthermore undermines conservation goals. Against this backdrop, more inclusive governance is increasingly gaining attention. Public and stakeholder participation, along with stronger science-policy interfaces, may offer innovative solutions, though outcomes vary widely across political, socio-economic and cultural contexts. This collection of seven empirical studies from various social science disciplines explores how participation, communication, and multi-level institutional frameworks shape existing marine governance towards the protection of marine biodiversity and sustainable ocean uses – and what are major challenges including the proliferation of intensified user conflicts.
By Mohammad Rakibul Hasan
DHAKA, Bangladesh, Mar 20 2026 (IPS-Partners)
My Name is Dhaka is a one-minute experimental film portraying Dhaka as a living, breathing entity with a 400-year history. Through a reflective voice, the city recounts its transformations, crises, and resilience. It captures contrasts between pollution and celebration, hardship and hope, revealing a megacity shaped by climate change, migration, and human survival.
——————————————————————–My name is Dhaka. I am more than 400 years old. I have witnessed empires rise and fall, from Mughal glory to colonial rule, from independence to the present day. Now I carry nearly 36 million people within me. I have grown into a megacity.
I am also one of the world’s climate hotspots. My rivers swell, my heat rises, and my air grows heavier each year. I often rank among the most polluted cities in the world.
I remember the silence of the coronavirus pandemic when my streets suddenly emptied. I remember the fear and chaos of bus bombings during the political unrest of 2013 – 14. And I remember the fall of a fascist regime in 2024.
But I am not only a city of crisis. I am a city of contrasts. I hold stories of child labor and deep social injustice, where many struggle just to survive. At the same time, I celebrate life my streets burst into color during Holi, and my people find joy even in hardship.
Credit: Mohammad Rakibul Hasan
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Die Europäische Zentralbank (EZB) hat bei ihrer heutigen Ratssitzung entschieden, das Zinsniveau unverändert zu lassen. Dazu eine Einschätzung von Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin):
Die EZB hat heute die Zinsen erwartungsgemäß bei 2,0 Prozent belassen – das ist in der derzeitigen Situation die richtige Entscheidung. Der Einlagenzins befindet sich auf einem Niveau, das die Wirtschaft weder bremst noch überhitzt. Die Unsicherheit infolge des Iran-Kriegs und des Energiepreisschocks ließ weder Raum für eine Zinserhöhung noch für eine Senkung – beides wäre verfrüht gewesen.
Die EZB könnte in den kommenden Monaten in ein Dilemma der Stagflation geraten: Steigende Energiepreise treiben die Inflation nach oben, während sich die Konjunktur stark abschwächt. Europa ist strukturell anfälliger für Energiepreisschocks als die USA. Die Kommunikation der EZB zeigt jedoch, dass sie die Risiken vor Verwerfungen für die europäische Wirtschaft ernster nehmen muss.
Gleichzeitig kann die EZB mit einer Zinserhöhung wenig gegen einen externen Angebotsschock ausrichten. Ihr bleibt keine andere Wahl, als eine höhere Inflation ein Stück weit zu akzeptieren. Entscheidend wird eine weiterhin gute Verankerung der Inflationserwartungen sein. Sollten Zweitrundeneffekte – steigende Löhne, höhere Margen der Unternehmen – die Inflation weiter nach oben treiben, muss die EZB entschlossen reagieren.
Households in Southern Africa often migrate for work, education and services while maintaining economic, social and political ties to their rural homes. Drawing on a survey in seven countries, this policy brief analyses the effects of climate change on, and governance implications of, translocality.