Bonn, 02. Februar 2026. Ägyptens arabischer Frühling wurde zum Winter, als das Versprechen des 25. Januar zerschlagen wurde. Zum Gedenken an die Gefallenen müssen Ideale von Freiheit, Würde und sozialer Gerechtigkeit lebendig gehalten werden.
Fünfzehn Jahre sind seit Beginn der ägyptischen Revolution vergangen, die am 25. Januar 2011 Präsident Mubarak stürzte. Statt Feierlichkeiten sind die Jahrestage von Trauer geprägt, von erzwungenem Schweigen und stillem Gedenken an jene, die im Streben nach einem verratenen Traum gefallen sind. Die Revolution wurde demontiert, umgeschrieben und ihres Sinns entleert, nicht nur wegen dessen, was verloren ging, sondern auch wegen dessen, was niemals Wirklichkeit wurde. Revolutionen werden nicht an Parolen oder Momenten kollektiver Euphorie gemessen, sondern daran, ob sie radikale institutionelle Veränderungen bewirken, die über den Moment der Straße hinaus Bestand haben. Gemessen daran ist die Januarrevolution politisch, wirtschaftlich und moralisch gescheitert.
Machtkonzentration und institutionelle UmkehrSie gründete auf der Vision rechenschaftspflichtiger Herrschaft, verfassungsrechtlicher Machtbegrenzung und rechtlich verankerter Würde, nicht auf Angst. Seit 2013 geht das Land aber in die entgegengesetzte Richtung. Macht wurde erneut in der Exekutive konzentriert, die Gewaltenteilung aufgehoben und die Verfassung wiederholt geändert, um Amtsinhabern statt den Bürgern zu dienen. Dass der jetzige Präsident al-Sisi seine Herrschaft über 2030 hinaus verlängern könnte, ist nicht überraschend, sondern die logische Folge eines Systems, das verfassungsrechtliche Grenzen als vorübergehende Unannehmlichkeiten behandelt. Die Verfassung gilt nicht als bindender Gesellschaftsvertrag, sondern als flexibles Instrument militärischer Machtkontinuität.
Die menschlichen Kosten dieser politischen Umkehr sind erschütternd: die Zahl politischer Gefangener sowie erzwungenes Verschwindenlassen, lang andauernde Untersuchungshaft und Massenprozesse übertreffen selbst die Zustände unter Mubarak. Terror ist zu einem Herrschaftsinstrument geworden. Die Angehörigen der Gefangenen warten ohne Informationen, rechtsstaatliche Verfahren oder Rechtsmittel. Ebenso besorgniserregend ist die systematische Unterordnung einst autonomer Institutionen. Die Justiz wurde durch rechtliche Eingriffe, selektive Rechtsdurchsetzung und Druck umgeformt. Ihre Funktion als unabhängiger Schiedsrichter ist geschwächt. Auch religiöse Institutionen sind versicherheitlicht; Rekrutierung und Aufstieg hängen zunehmend von Sicherheitsfreigaben und politischer Konformität ab. Institutionelle Autonomie wird ausgehöhlt.
Auch die wirtschaftliche Bilanz ist ernüchternd. Die Revolution richtete sich gegen Ausgrenzung, Prekarität und die Konzentration von Privilegien. Fünfzehn Jahre später erdrückt die Inflation reale Einkommen und die öffentliche Verschuldung erreichte historisch beispiellose Höhen, die die Lebensgrundlagen künftiger Generationen verpfänden. Wiederholte Abwertungen ließen die Währung massiv an Wert verlieren, erodierten Ersparnisse und Löhne. Die Sozialsysteme hielten nicht mit. Für Millionen Menschen wurde der Alltag zum Überlebenskampf, nicht zu einem Raum der Hoffnung.
Gleichzeitig flossen enorme öffentliche Ressourcen in kapitalintensive, weithin sichtbare, aber ökonomisch wenig tragfähige Megaprojekte. Immobilien, Großinfrastruktur und eine neue Verwaltungshauptstadt dominieren das Entwicklungsnarrativ, während staatliche Schulen und Krankenhäuser verfallen und die Eliten Bildung und Gesundheitsfürsorge bei privaten Anbietern oder im Ausland einkaufen. Solche Investitionen mögen Symbolik erzeugen, lösen aber keine strukturellen Probleme. Sie beheben weder Defizite im Humankapital noch chronisch unterfinanzierte Bildungs- und Gesundheitssysteme oder einen privaten Sektor, der durch ungleichen Wettbewerb erstickt wird.
Fragiles Wachstum, sterile InvestitionenAm schädlichsten ist die systematische Blockade der Märkte. Statt die Wirtschaft zu entfesseln, verfestigte die Politik Markteintrittsbarrieren und schuf ungleiche Wettbewerbsbedingungen. Kompetitive Märkte, das Rückgrat von Beschäftigung und Innovation, bleiben die Ausnahme. Wo Regeln unzuverlässig und ungleich angewandt werden und staatsnahe Akteure privilegiert sind, verkümmert private Initiative. Investitionen werden spekulativ statt produktiv, Beschäftigung prekär. Ohne verlässliche Regeln und unabhängige Regulierung ersetzt auch Beton kein Vertrauen. Wachstum ohne Teilhabe ist fragil, Investitionen ohne Wettbewerb steril. Stabilität auf Repression und Ausgrenzung ist Stagnation unter Polizeischutz.
Besonders schmerzhaft ist dieses Scheitern, weil die Alternative nicht utopisch war. Die Ägypter*innen forderten keine Wunder, sondern einen Staat, der seine Gesetze respektiert, eine Wirtschaft, die Leistung statt Nähe zur Macht belohnt, und Institutionen, die den Bürger*innen dienen, statt sie zu disziplinieren.
Die im Januar Getöteten werden heute - wenn überhaupt - nur noch politisch-rhetorisch erinnert; die Prinzipien, für die sie einstanden, gelten als Bedrohung oder Verrat. Ihr Opfer wird seines politischen Gehalts beraubt und zur Legitimation jener Ordnung genutzt, gegen die sie sich wandten. Eine Generation, die sich ein anderes Ägypten vorzustellen wagte, wurde zum Schweigen gebracht, ins Exil gedrängt, inhaftiert oder zermürbt.
Den 25. Januar zu betrauern heißt aber nicht, in Nostalgie zu verfallen. Es heißt, sich Auslöschung zu verweigern. Es heißt darauf zu bestehen, dass die Forderungen nach Freiheit, Würde und sozialer Gerechtigkeit weder naiv noch zerstörerisch waren, sondern notwendig. Und es heißt, mit Klarheit statt Sentimentalität jener zu gedenken, die ihr Leben in dem Glauben verloren, dass Ägypten frei sein und seinen Menschen würdig sein könnte.
Heute trauern wir um sie. Wir trauern auch um eine Revolution, deren Versprechen unter der Last der Vergangenheit begraben wurde.
Bonn, 02. Februar 2026. Ägyptens arabischer Frühling wurde zum Winter, als das Versprechen des 25. Januar zerschlagen wurde. Zum Gedenken an die Gefallenen müssen Ideale von Freiheit, Würde und sozialer Gerechtigkeit lebendig gehalten werden.
Fünfzehn Jahre sind seit Beginn der ägyptischen Revolution vergangen, die am 25. Januar 2011 Präsident Mubarak stürzte. Statt Feierlichkeiten sind die Jahrestage von Trauer geprägt, von erzwungenem Schweigen und stillem Gedenken an jene, die im Streben nach einem verratenen Traum gefallen sind. Die Revolution wurde demontiert, umgeschrieben und ihres Sinns entleert, nicht nur wegen dessen, was verloren ging, sondern auch wegen dessen, was niemals Wirklichkeit wurde. Revolutionen werden nicht an Parolen oder Momenten kollektiver Euphorie gemessen, sondern daran, ob sie radikale institutionelle Veränderungen bewirken, die über den Moment der Straße hinaus Bestand haben. Gemessen daran ist die Januarrevolution politisch, wirtschaftlich und moralisch gescheitert.
Machtkonzentration und institutionelle UmkehrSie gründete auf der Vision rechenschaftspflichtiger Herrschaft, verfassungsrechtlicher Machtbegrenzung und rechtlich verankerter Würde, nicht auf Angst. Seit 2013 geht das Land aber in die entgegengesetzte Richtung. Macht wurde erneut in der Exekutive konzentriert, die Gewaltenteilung aufgehoben und die Verfassung wiederholt geändert, um Amtsinhabern statt den Bürgern zu dienen. Dass der jetzige Präsident al-Sisi seine Herrschaft über 2030 hinaus verlängern könnte, ist nicht überraschend, sondern die logische Folge eines Systems, das verfassungsrechtliche Grenzen als vorübergehende Unannehmlichkeiten behandelt. Die Verfassung gilt nicht als bindender Gesellschaftsvertrag, sondern als flexibles Instrument militärischer Machtkontinuität.
Die menschlichen Kosten dieser politischen Umkehr sind erschütternd: die Zahl politischer Gefangener sowie erzwungenes Verschwindenlassen, lang andauernde Untersuchungshaft und Massenprozesse übertreffen selbst die Zustände unter Mubarak. Terror ist zu einem Herrschaftsinstrument geworden. Die Angehörigen der Gefangenen warten ohne Informationen, rechtsstaatliche Verfahren oder Rechtsmittel. Ebenso besorgniserregend ist die systematische Unterordnung einst autonomer Institutionen. Die Justiz wurde durch rechtliche Eingriffe, selektive Rechtsdurchsetzung und Druck umgeformt. Ihre Funktion als unabhängiger Schiedsrichter ist geschwächt. Auch religiöse Institutionen sind versicherheitlicht; Rekrutierung und Aufstieg hängen zunehmend von Sicherheitsfreigaben und politischer Konformität ab. Institutionelle Autonomie wird ausgehöhlt.
Auch die wirtschaftliche Bilanz ist ernüchternd. Die Revolution richtete sich gegen Ausgrenzung, Prekarität und die Konzentration von Privilegien. Fünfzehn Jahre später erdrückt die Inflation reale Einkommen und die öffentliche Verschuldung erreichte historisch beispiellose Höhen, die die Lebensgrundlagen künftiger Generationen verpfänden. Wiederholte Abwertungen ließen die Währung massiv an Wert verlieren, erodierten Ersparnisse und Löhne. Die Sozialsysteme hielten nicht mit. Für Millionen Menschen wurde der Alltag zum Überlebenskampf, nicht zu einem Raum der Hoffnung.
Gleichzeitig flossen enorme öffentliche Ressourcen in kapitalintensive, weithin sichtbare, aber ökonomisch wenig tragfähige Megaprojekte. Immobilien, Großinfrastruktur und eine neue Verwaltungshauptstadt dominieren das Entwicklungsnarrativ, während staatliche Schulen und Krankenhäuser verfallen und die Eliten Bildung und Gesundheitsfürsorge bei privaten Anbietern oder im Ausland einkaufen. Solche Investitionen mögen Symbolik erzeugen, lösen aber keine strukturellen Probleme. Sie beheben weder Defizite im Humankapital noch chronisch unterfinanzierte Bildungs- und Gesundheitssysteme oder einen privaten Sektor, der durch ungleichen Wettbewerb erstickt wird.
Fragiles Wachstum, sterile InvestitionenAm schädlichsten ist die systematische Blockade der Märkte. Statt die Wirtschaft zu entfesseln, verfestigte die Politik Markteintrittsbarrieren und schuf ungleiche Wettbewerbsbedingungen. Kompetitive Märkte, das Rückgrat von Beschäftigung und Innovation, bleiben die Ausnahme. Wo Regeln unzuverlässig und ungleich angewandt werden und staatsnahe Akteure privilegiert sind, verkümmert private Initiative. Investitionen werden spekulativ statt produktiv, Beschäftigung prekär. Ohne verlässliche Regeln und unabhängige Regulierung ersetzt auch Beton kein Vertrauen. Wachstum ohne Teilhabe ist fragil, Investitionen ohne Wettbewerb steril. Stabilität auf Repression und Ausgrenzung ist Stagnation unter Polizeischutz.
Besonders schmerzhaft ist dieses Scheitern, weil die Alternative nicht utopisch war. Die Ägypter*innen forderten keine Wunder, sondern einen Staat, der seine Gesetze respektiert, eine Wirtschaft, die Leistung statt Nähe zur Macht belohnt, und Institutionen, die den Bürger*innen dienen, statt sie zu disziplinieren.
Die im Januar Getöteten werden heute - wenn überhaupt - nur noch politisch-rhetorisch erinnert; die Prinzipien, für die sie einstanden, gelten als Bedrohung oder Verrat. Ihr Opfer wird seines politischen Gehalts beraubt und zur Legitimation jener Ordnung genutzt, gegen die sie sich wandten. Eine Generation, die sich ein anderes Ägypten vorzustellen wagte, wurde zum Schweigen gebracht, ins Exil gedrängt, inhaftiert oder zermürbt.
Den 25. Januar zu betrauern heißt aber nicht, in Nostalgie zu verfallen. Es heißt, sich Auslöschung zu verweigern. Es heißt darauf zu bestehen, dass die Forderungen nach Freiheit, Würde und sozialer Gerechtigkeit weder naiv noch zerstörerisch waren, sondern notwendig. Und es heißt, mit Klarheit statt Sentimentalität jener zu gedenken, die ihr Leben in dem Glauben verloren, dass Ägypten frei sein und seinen Menschen würdig sein könnte.
Heute trauern wir um sie. Wir trauern auch um eine Revolution, deren Versprechen unter der Last der Vergangenheit begraben wurde.
Bonn, 02. Februar 2026. Ägyptens arabischer Frühling wurde zum Winter, als das Versprechen des 25. Januar zerschlagen wurde. Zum Gedenken an die Gefallenen müssen Ideale von Freiheit, Würde und sozialer Gerechtigkeit lebendig gehalten werden.
Fünfzehn Jahre sind seit Beginn der ägyptischen Revolution vergangen, die am 25. Januar 2011 Präsident Mubarak stürzte. Statt Feierlichkeiten sind die Jahrestage von Trauer geprägt, von erzwungenem Schweigen und stillem Gedenken an jene, die im Streben nach einem verratenen Traum gefallen sind. Die Revolution wurde demontiert, umgeschrieben und ihres Sinns entleert, nicht nur wegen dessen, was verloren ging, sondern auch wegen dessen, was niemals Wirklichkeit wurde. Revolutionen werden nicht an Parolen oder Momenten kollektiver Euphorie gemessen, sondern daran, ob sie radikale institutionelle Veränderungen bewirken, die über den Moment der Straße hinaus Bestand haben. Gemessen daran ist die Januarrevolution politisch, wirtschaftlich und moralisch gescheitert.
Machtkonzentration und institutionelle UmkehrSie gründete auf der Vision rechenschaftspflichtiger Herrschaft, verfassungsrechtlicher Machtbegrenzung und rechtlich verankerter Würde, nicht auf Angst. Seit 2013 geht das Land aber in die entgegengesetzte Richtung. Macht wurde erneut in der Exekutive konzentriert, die Gewaltenteilung aufgehoben und die Verfassung wiederholt geändert, um Amtsinhabern statt den Bürgern zu dienen. Dass der jetzige Präsident al-Sisi seine Herrschaft über 2030 hinaus verlängern könnte, ist nicht überraschend, sondern die logische Folge eines Systems, das verfassungsrechtliche Grenzen als vorübergehende Unannehmlichkeiten behandelt. Die Verfassung gilt nicht als bindender Gesellschaftsvertrag, sondern als flexibles Instrument militärischer Machtkontinuität.
Die menschlichen Kosten dieser politischen Umkehr sind erschütternd: die Zahl politischer Gefangener sowie erzwungenes Verschwindenlassen, lang andauernde Untersuchungshaft und Massenprozesse übertreffen selbst die Zustände unter Mubarak. Terror ist zu einem Herrschaftsinstrument geworden. Die Angehörigen der Gefangenen warten ohne Informationen, rechtsstaatliche Verfahren oder Rechtsmittel. Ebenso besorgniserregend ist die systematische Unterordnung einst autonomer Institutionen. Die Justiz wurde durch rechtliche Eingriffe, selektive Rechtsdurchsetzung und Druck umgeformt. Ihre Funktion als unabhängiger Schiedsrichter ist geschwächt. Auch religiöse Institutionen sind versicherheitlicht; Rekrutierung und Aufstieg hängen zunehmend von Sicherheitsfreigaben und politischer Konformität ab. Institutionelle Autonomie wird ausgehöhlt.
Auch die wirtschaftliche Bilanz ist ernüchternd. Die Revolution richtete sich gegen Ausgrenzung, Prekarität und die Konzentration von Privilegien. Fünfzehn Jahre später erdrückt die Inflation reale Einkommen und die öffentliche Verschuldung erreichte historisch beispiellose Höhen, die die Lebensgrundlagen künftiger Generationen verpfänden. Wiederholte Abwertungen ließen die Währung massiv an Wert verlieren, erodierten Ersparnisse und Löhne. Die Sozialsysteme hielten nicht mit. Für Millionen Menschen wurde der Alltag zum Überlebenskampf, nicht zu einem Raum der Hoffnung.
Gleichzeitig flossen enorme öffentliche Ressourcen in kapitalintensive, weithin sichtbare, aber ökonomisch wenig tragfähige Megaprojekte. Immobilien, Großinfrastruktur und eine neue Verwaltungshauptstadt dominieren das Entwicklungsnarrativ, während staatliche Schulen und Krankenhäuser verfallen und die Eliten Bildung und Gesundheitsfürsorge bei privaten Anbietern oder im Ausland einkaufen. Solche Investitionen mögen Symbolik erzeugen, lösen aber keine strukturellen Probleme. Sie beheben weder Defizite im Humankapital noch chronisch unterfinanzierte Bildungs- und Gesundheitssysteme oder einen privaten Sektor, der durch ungleichen Wettbewerb erstickt wird.
Fragiles Wachstum, sterile InvestitionenAm schädlichsten ist die systematische Blockade der Märkte. Statt die Wirtschaft zu entfesseln, verfestigte die Politik Markteintrittsbarrieren und schuf ungleiche Wettbewerbsbedingungen. Kompetitive Märkte, das Rückgrat von Beschäftigung und Innovation, bleiben die Ausnahme. Wo Regeln unzuverlässig und ungleich angewandt werden und staatsnahe Akteure privilegiert sind, verkümmert private Initiative. Investitionen werden spekulativ statt produktiv, Beschäftigung prekär. Ohne verlässliche Regeln und unabhängige Regulierung ersetzt auch Beton kein Vertrauen. Wachstum ohne Teilhabe ist fragil, Investitionen ohne Wettbewerb steril. Stabilität auf Repression und Ausgrenzung ist Stagnation unter Polizeischutz.
Besonders schmerzhaft ist dieses Scheitern, weil die Alternative nicht utopisch war. Die Ägypter*innen forderten keine Wunder, sondern einen Staat, der seine Gesetze respektiert, eine Wirtschaft, die Leistung statt Nähe zur Macht belohnt, und Institutionen, die den Bürger*innen dienen, statt sie zu disziplinieren.
Die im Januar Getöteten werden heute - wenn überhaupt - nur noch politisch-rhetorisch erinnert; die Prinzipien, für die sie einstanden, gelten als Bedrohung oder Verrat. Ihr Opfer wird seines politischen Gehalts beraubt und zur Legitimation jener Ordnung genutzt, gegen die sie sich wandten. Eine Generation, die sich ein anderes Ägypten vorzustellen wagte, wurde zum Schweigen gebracht, ins Exil gedrängt, inhaftiert oder zermürbt.
Den 25. Januar zu betrauern heißt aber nicht, in Nostalgie zu verfallen. Es heißt, sich Auslöschung zu verweigern. Es heißt darauf zu bestehen, dass die Forderungen nach Freiheit, Würde und sozialer Gerechtigkeit weder naiv noch zerstörerisch waren, sondern notwendig. Und es heißt, mit Klarheit statt Sentimentalität jener zu gedenken, die ihr Leben in dem Glauben verloren, dass Ägypten frei sein und seinen Menschen würdig sein könnte.
Heute trauern wir um sie. Wir trauern auch um eine Revolution, deren Versprechen unter der Last der Vergangenheit begraben wurde.
Par Sébastien Gricourt
À ce jour, six États balkaniques sont engagés à des stades diversement avancés dans la voie de l'intégration européenne : Albanie, Bosnie-Herzégovine, Kosovo, Macédoine du Nord, Monténégro, Serbie. De cette région du sud-est européen à laquelle la perspective de l'intégration fut formalisée en 2003 après la décennie de conflits dans l'ex-Yougoslavie, la Slovénie — plus épargnée par la guerre et engagée plus tôt avec l'Union européenne — fut intégrée lors du grand (…)
Le scandale Mogherini rebondit en Albanie. La filiale de Tirana du Collège de l'Europe à Tirana devait disposer d'un nouveau campus dans la capitale en moins de deux ans, dans des locaux et avec des fonds publics prévus pour l'Université publique de Tirana.
- Articles / Une - Diaporama, Une - Diaporama - En premier, Shteg, Albanie, Questions européennes, Culture et éducation, Défense, police et justiceLe scandale Mogherini rebondit en Albanie. La filiale de Tirana du Collège de l'Europe à Tirana devait disposer d'un nouveau campus dans la capitale en moins de deux ans, dans des locaux et avec des fonds publics prévus pour l'Université publique de Tirana.
- Articles / Une - Diaporama, Shteg, Albanie, Questions européennes, Culture et éducation, Défense, police et justiceLes prix flambent mais les salaires stagnent. Face au blocage des négociations entre syndicats, gouvernement et patronat, le mouvement social s'intensifie, tandis que les autorités dénoncent une « instrumentalisation politique » du mécontentement.
- Articles / Une - Diaporama, Macédoine du Nord, Société, Economie, Politique, Radio Slobodna EvropaLes prix flambent mais les salaires stagnent. Face au blocage des négociations entre syndicats, gouvernement et patronat, le mouvement social s'intensifie, tandis que les autorités dénoncent une « instrumentalisation politique » du mécontentement.
- Articles / Une - Diaporama - En premier, Une - Diaporama, Macédoine du Nord, Société, Economie, Politique, Radio Slobodna EvropaMalgré ses faibles scores lors des élections législatives et communales du 11 janvier 2026 et 00 élu obtenu, le parti Force Cauris pour un Bénin Émergent (FCBE) a réaffirmé, dimanche 1er février 2026, sa volonté de conquérir le pouvoir lors du scrutin présidentiel du 12 avril prochain.
La Force Cauris pour un Bénin Emergent (FCBE) a obtenu 4,78 % aux législatives et 6,65 % aux communales du 11 janvier dernier. « Ces résultats ne nous découragent aucunement », a martelé Simplice Dossou, membre du bureau exécutif national du parti, dimanche 1er février 2026 sur Bip radio. « Quand les institutions opinent et donnent leurs décisions sans recours, (…) de façon sportive, on ne peut qu'accepter les résultats et se poser assez de questions d'abord internes et voir dans quelles mesures apporter les analyses, dans quelles mesures apporter les corrections possibles pour que les résultats soient atteints », a-t-il expliqué.
Le parti refuse de voir dans ces chiffres un signe de déclin définitif. Simplice Dossou a rappelé les précédents historiques de 2006, soulignant que des présidents comme Boni Yayi ou Patrice Talon avaient été élus sans disposer initialement de députés.
FCBE compte sur les « électeurs dormants » pour créer la surprise lors de l'élection présidentielle prévue pour le 12 avril. « Nous avons près de 65 % d'électeurs qui ne sont pas allés aux urnes. Si nous arrivons à décrocher un pourcentage élevé, l'élection présidentielle sera dans notre gibecière », a-t-il affirmé avec assurance.
« Nous avons notre agenda et nous sommes très fermes que l'élection présidentielle qui vient, on va renverser totalement la tendance. Et on ne s'inquiète pas parce que nous avons devant nous vraiment des pistes qui témoignent qu'effectivement, si nous changeons un peu de stratégie et nous arrivons à mettre éventuellement les choses sur l'orbite, nous allons atteindre l'objectif. A l'étape actuelle, nous ne pouvons pas dévoiler toutes ces stratégies parce que nous avons un adversaire aussi devant nous », a indiqué le cadre du parti FCBE.
M. M.
Les députés de la 9è législature ont approuvé, jeudi 29 janvier 2026, à la majorité absolue, la modification des lois organiques de trois institutions.
Les lois organiques n°2022-09 sur la Cour constitutionnelle, n°2024-26 sur le Conseil Economique et Social (CES) et n°2020-09 relative au Haut-commissariat à la prévention de la corruption ont été modifiées, jeudi 29 janvier 2026, à l'Assemblée nationale.
La révision de la loi organique du Haut-commissariat à la prévention de la corruption touche spécifiquement les articles 28, 37-1 et 86, précisant les missions et le fonctionnement de l'institution, avec un article final fixant la formule légale de promulgation.
La séance a également permis aux députés de prendre acte de plusieurs décrets de ratification d'accords de financement conclus par le gouvernement avec des partenaires internationaux, notamment la BOAD, la BEI, l'AID et l'Agence française de développement.
En marge des réformes institutionnelles, les députés ont adopté le rapport annuel 2024 de la Caisse des dépôts et consignations (CDC Bénin), marqué par une hausse record de 151 % des ressources collectées, atteignant 131,4 milliards de FCFA.
M. M.
La Quinzaine Cinématographique Chinoise – Cinéma dans la Cité, édition 2026 a été officiellement lancée dans la soirée du samedi 31 janvier à l'espace 2 Giga de Ganvié, commune de Sô Ava. C'est le début d'une grande tournée cinématographique à travers le Bénin.
Ça y est ! La Quinzaine Cinématographique Chinoise démarre avec la projection de films dans plusieurs villes du Bénin. Ganvié a accueilli la toute première séance dans la soirée de ce samedi 31 janvier. Cette initiative culturelle majeure s'inscrit dans le cadre de la célébration du Nouvel An chinois, placé cette année sous le signe du Cheval, symbole de courage, de sagesse, de loyauté et d'élan vers l'avenir. Organisée par Gangan Productions, en partenariat avec la coopération chinoise, la Quinzaine Cinématographique Chinoise ambitionne d'aller à la rencontre des populations sur l'ensemble du territoire national. Dans son allocution, Claude Balogoun, promoteur de Gangan Productions, a exprimé sa joie de lancer cette 18ᵉ édition de Cinéma dans la Cité.
Claude Balogoun, promoteur de Gangan Productions« Cette année, notre cheval prend son envol depuis les eaux du lac Nokoué, ici à Ganvié, ville touristique de notre pays, pour parcourir 15 villes du Bénin », a-t-il déclaré.
Du 31 janvier au 28 février 2026, les espaces publics seront transformés en salles de cinéma, pour aller à la rencontre des publics. La tournée conduira les équipes à Kétou, Pobè, Abomey, Dogbo, Savalou, Djougou, Copargo, Natitingou, Tchaourou, Parakou, Nikki, Gania, Allada et Porto-Novo.
Un pont culturel entre le Bénin et la Chine
Présent à la cérémonie, le maire de la commune de Sô-Ava, André Oussou Todjè, a salué le choix de Ganvié pour le lancement de l'événement. « La présence de l'Ambassadeur de la Chine honore notre commune et illustre la solidité des relations d'amitié et de coopération entre le Bénin et la Chine, renforcées aujourd'hui par cette quinzaine cinématographique, véritable pont culturel entre nos peuples », a-t-il affirmé.
Au nom du Conseil National des Organisations d'Artistes (CNOA), la secrétaire générale, Prudientienne Houngnibo Gbaguidi, a remercié Gangan Productions pour cette initiative mise en œuvre avec la Chine depuis plusieurs années.
Pour l'Ambassadeur de la République populaire de Chine au Bénin, Zhang Wei, cette édition revêt une importance particulière.
Zhang Wei, Ambassadeur de la République populaire de Chine au Bénin« 2026 marque l'année sino-africaine des échanges humains et culturels. Nous saisissons cette occasion pour élargir les échanges humains, approfondir les dialogues entre les civilisations et continuer à créer une atmosphère d'échanges culturels plus riche et dynamique afin de promouvoir sans cesse le développement du partenariat sino-béninois », a-t-il souligné. L'ambassadeur a invité les Béninois à célébrer le Nouvel An chinois aux côtés du peuple chinois.
Une dynamique nouvelle pour l'industrie cinématographique au Bénin
Procédant au lancement de cette initiative, le représentant du ministre du Tourisme, de la Culture et des Arts, William Codjo, s'est réjoui de la solidité des relations entre le Bénin et la Chine. Selon le directeur de l'Agence de Développement des Arts et de la Culture (ADAC), une nouvelle ère s'ouvre avec l'adoption de la loi sur l'industrie du cinéma et de l'image animée le 28 janvier à l'Assemblée nationale.
William Codjo, directeur de l'Agence de Développement des Arts et de la Culture« L'industrie cinématographique est un élément essentiel de la politique culturelle du président de la République, Patrice Talon. Le cinéma au Bénin va se développer de manière graduelle et cela commence à se remarquer par l'adoption de cette loi qui sera bientôt promulguée », a-t-il déclaré. Devant un public intergénérationnel, William Codjo a insisté sur l'importance de former des cinéphiles dès le plus jeune âge, convaincu que parmi ces enfants naîtront les professionnels du cinéma.
La cérémonie de lancement a été ponctuée de prestations artistiques des élèves des classes culturelles de Ganvié, suivies de la performance remarquée de l'artiste Delcos Man Adankanlin Wougo-Wougo. La soirée s'est poursuivie avec la projection du film béninois « Un jour, tout a basculé », une production de l'ABPF réalisée par Claude Balogoun, consacrée à l'éducation sexuelle de la jeunesse, puis du film chinois « Vanguard ». Un jeu-concours a clôturé l'événement dans une ambiance conviviale, avec la distribution de nombreux lots offerts par les partenaires. Avec cette Quinzaine Cinématographique Chinoise – Cinéma dans la Cité, le cinéma s'invite une fois de plus au cœur des populations béninoises, renforçant les liens culturels entre le Bénin et la Chine.
Akpédjé Ayosso
Le rapport Businesse Ready (B-Ready 2025) de la Banque mondiale a été présenté aux acteurs des médias et du monde des affaires le vendredi 30 janvier 2026. Sur les 10 domaines ayant fait objet d'évaluation, le Bénin se distingue par très bons résultats aussi bien dans la zone UEMOA que dans l'espace CEDEAO, et à l'échelle du continent africain.
On connait désormais les notes du Bénin au classement du rapport Business Ready 2025. Le coordonnateur de la cellule du climat des affaires du ministère de l'économie et des finances, Ilyas SINA l'a présenté aux professionnels des médias et aux acteurs du monde des affaires lors d'une séance le vendredi 30 janvier 2026. Ladite évaluation repose sur 10 indicateurs à savoir :
1-L'implantation des entreprises : Elle est relative aux formalités d'accès au foncier, transfert de propriété, les formalités de location de bureau, les formalités d'obtention de permis de construire. Le Bénin dans ce domaine, est 1er dans l'espace UEMOA, 1er dans la CEDEAO, et 4e en Afrique.
2-Les services d'utilité publique : Ils ont trait aux formalités d'accès à l'eau, à l'électricité et à l'internet pour les entreprises. Le Bénin occupe ici le premier rang au sein de l'UEMOA et dans la CEDEAO ; et 3e à l'échelle du continent africain ;
3-Taxation (fiscalité) : Elle concerne les régies fiscales, les procédures de déclaration de paiement des impôts, la transparence en matière fiscale, la qualité des enquêtes fiscales. Le Bénin dans ce domaine est 1er dans l'UEMOA, 1er dans la CEDEAO, et 3e en Afrique ;
4-Commerce international : Il concerne la facilité de commerce à l'import et à l'export, les procédures de dédouanement, les coûts, la qualité de l'infrastructure aéroportuaires). Le Bénin ici, est 1er dans l'UEMOA et dans la CEDEAO, et 5e en Afrique. Le coordonnateur de la cellule du climat des affaires a insisté ici sur le contexte actuel du Port autonome de Cotonou (PAC), le plus rapide dans la sous-région ;
5-Les services financiers : Ils concernent les banques, les institutions de microfinance, les services d'assurance, les paiements en ligne, et les services digitaux qui sont fournis. Le Bénin dans ce domaine est 1er dans l'UEMOA, 2e dans la CEDEAO, et 7e en Afrique ;
6-Création des entreprises : En la matière, le Bénin a enregistré le score le plus élevé (84,51), et occupe le 2e rang dans l'UEMOA, 2e dans la CEDEAO, et 4e en Afrique ;
7-Règlement de l'insolvabilité : Relatif aux procédures collectives en matière commerciale. Le Bénin dans ce domaine, est 2e dans l'UEMOA et dans la CEDEAO, et 5e en Afrique ;
8-Innovation au marché et la concurrence : Concerne les marchés publics, la protection des données (la protection en ce qui concerne les droits de propriété intellectuelle, les règles de concurrence en matière commerciale).
Pour une première évaluation, le Bénin dans cet indicateur, est 5e dans l'UEMOA et dans la CEDEAO, et 15e en Afrique. Mais le pays, dira Ilyass SINA, est très avancé en ce qui concerne la passation des marchés publics (totalement dématérialisée), l'adoption d'un nouveau Code sur la concurrence, et bientôt une agence autonome pour s'occuper des questions de concurrence. En matière de propriété intellectuelle, a-t-il informé, il y a l'ARE (l'Agence béninoise pour la recherche l'innovation) qui désormais, va coordonner la promotion de la recherche et de l'innovation, ainsi que la protection des résultats de recherche ;
9-La résolution des litiges : Relative au règlement des conflits dans les tribunaux de commerce. Le Bénin occupe le 4e rang dans l'UEMOA, 5e dans la CEDEAO, et 15e en Afrique ;
10-L'emploi : Pour cet indicateur, c'est la première fois également que le Bénin est évalué. En matière d'emploi, les données valorisées selon Ilyass SINA, sont des données de sécurité. A l'en croire, des travaux seraient en cours pour une révision du Code du travail.
L'autre volet de l'évaluation selon le coordonnateur, repose sur une approche par piliers qui tient compte du cadre règlementaire, la qualité du service public, et l'efficacité opérationnelle.
Le cadre règlementaire tient compte les règles en faveur des entreprises. Dans ce domaine, le Bénin est 1er dans l'UEMOA avec un score de 68.55 ; 2e dans la CEDEAO, et 4e en Afrique ;
La qualité du service public quant à elle, est relative aux procédures telles qu'elles sont définies, les coûts, et le temps tels que définis. Le Bénin dans ce domaine est 2e dans l'UEMOA, 2e dans la CEDEAO, et 5e en Afrique.
Enfin, l'Efficacité opérationnelle repose sur l'application des normes, des bonnes pratiques, et des bonnes valeurs. Ici, le Bénin est 3e dans l'UEMOA, 4e dans la CEDEAO, et 11e en Afrique.
Au total, 101 pays ont été évalués pour cette seconde phase pilote du rapport Business Ready de la Banque mondiale.
F. A. A.